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Berlinfahrt der MRS10
Anreise der MRS 10 nach Berlin

Am Sonntag, den 24. Oktober um 14.30 Uhr ging unsere Klassenfahrt endlich los. Wir mussten wirklich bis zum Schluss zittern, ob die Fahrt coronabedingt wirklich stattf‌inden konnte.
Daher starteten wir bestens gelaunt und total aufgeregt mit dem ICE in Freiburg und kamen nach 6,5 Stunden Fahrt tatsächlich pünktlich in Berlin an.


Da die Bahn in Punkto Zuverlässigkeit einen nicht so guten Ruf hat, waren wir um so erfreuter, dass alles wirklich super geklappt hat.
In Berlin angekommen sind wir mit unseren Koffern bepackt mit dem Doppeldecker Bus zum Lützowplatz gefahren. In Berlin gibt es sogar ein „Schwules Museum“, dort mussten wir vorbei fahren, um zu unserer Unterkunft zu gelangen. (siehe Bild)
Als unsere Koffer schon kurz vorm Burnout standen, da die Rollen bedenklich über das Kopfsteinpflaster wackelten, betraten wir unsere Unterkunft. Zur Freunde aller Beteiligten stellten wir fest das im Badezimmer Einzelduschen standen und auch die Betten in einem guten Zustand waren. Das Haus liegt neben der Fabrikhalle einer ehemaligen „Abwasserpumpe“, etwas nach hinten versetzt und vollkommen ruhig. Wir sind auch die einzige Gruppe in diesem Haus, daher war klar, keine andere Klasse konnte unsere Nachtruhe stören :-)
Nachdem jeder sein Zimmer bezogen hatte trafen wir uns im Gemeinschaftsraum und besprachen den nächsten Tag. Da die meisten müde von der Anreise waren gingen viele auch schon bald ins Bett und träumten von dem bevorstehenden ersten Tag.

Tag 1 – Erster Eindruck von Berlin
Heute war unsere „erster” Tag in Berlin.
Er startete nach einer etwas „unruhigen“ :) Nacht um 08:00 Uhr beim gemeinsamen Frühstück. Gut gestärkt starteten wir dann gemeinsam zu einer Hop-On Hop-Off Stadtrundfahrt mit dem Bus.
Wir konnten uns einen guten ersten Eindruck von Berlin machen, jedoch war es dann doch etwas frisch, da die obere Etage des Busses mit offenem Dach unterwegs war.
Am Nachmittag folgten wir einer wirklich interessanten Stadtführung in Richtung Brandenburger Tor, Regierungsviertel, Gedenkstätte für Sinti und Roma und anderem.
Nach vielen Bildern und Selfies machten manche noch einen kurzen Abstecher ins Museum „Futurium".
Schlussendlich fielen wir abends richtig müde, aber auch sehr erfüllt ins Bett.

Tag 2- Holocaust Denkmal und Jüdisches Museum
Heute starteten wir wie gewohnt nach einem gemütlichen Frühstück in die Innenstadt um die Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas zu besichtigen. Es besteht aus 2711 Stelen, die 2005 errichtet wurden.
Ein wirklich beeindruckendes Denkmal, durch das man hindurchlaufen kann. Die Stelen und auch der Untergrund sind unterschiedlich hoch, sodass das Denkmal, wenn man hindurchläuft, an Wellen erinnert. Unter dem Stelenfeld befindet sich der „Ort der Information“, den wir nur nach einer Sicherheitskontrolle betreten durften. Dort wurde besonders deutlich, in welchen Ländern und in welcher unglaublich hohen Zahl die Juden getötet wurden. Manche Bilder waren kaum zu ertragen. Viele Einzelschicksale gingen uns sehr nahe. Ein trauriger Ort der deutlich macht, welch unbeschreiblichen Verbrechen begangen wurden.
Nach einer kurzen Erholungspause machten wir uns am Nachmittag auf zum Jüdischen Museum. Es zählt, wie wir erfahren haben, zu den besten Museen Berlins. Besonders beeindruckend war auch die besondere Architektur des Gebäudes. Der unregelmäßig gezackte Neubau soll an einen geborstenen Davidstern erinnern. Die Dauerausstellung dokumentiert die jüdische Geschichte auf deutschem Boden von den Anfängen bis heute.

Tag 3 - Zoo und Shopping Time

Juhu, heute durften wir eine Stunde länger schlafen und konnten dann nach einem ausgiebigen Frühstück in den Tag starten.
Auf dem Programm stand heute ein Ausflug in den berühmten Berlinger Zoo - nicht zu verwechseln mit dem Berliner Tiergarten - das ist nämlich ein schöner Park, eine Oase mitten in der Stadt.

Im Zoo trafen wir auf viele verschiedene Tiere wie zum Beispiel Löwen, Giraffen, Elefanten, Pinguine und vieles mehr. Wir konnten auch bei Fütterungen zusehen und so noch mehr das „tierische“ Leben um uns genießen.
Die Größe des Zoos uns die Vielfalt der Tiere war wirklich beeindruckend.

Eine kleine Gruppe machte sich alternativ auf den Weg in das Spionage Museum. Hier konnte man erfahren, mit welchen Mitteln andere Menschen und Staaten heimlich beobachtet wurden und werden. Das war sehr aufschlussreich und außerdem … James Bond lässt grüßen.

Alle, die einmal Berlin „by night“ erleben wollten, trafen sich später am Brandenburger Tor und machten die Innenstadt unsicher. Dort aßen sie gemeinsam mit der „Geersi“ im FrittenWerk zu Abend und kamen dann später erst nach Hause in die „Pumpe“.
Alles in allem war es wieder ein sehr aufregender und spannender Tag für uns alle und wir fielen müde und erschöpft ins Bett.

Tag 4 - Berliner Mauer - Museum „Alltag in der DDR“
Unser Morgen fing wie immer entspannt mit einem Frühstück an.
Danach fuhren wir heute etwas länger, auch einmal mit der U- Bahn, bis in den Ostteil der Stadt. Dort erwartete uns eine Stadtführung zum Thema „Berliner Mauer“. Wir starteten am Nordbahnhof, der zu DDR-Zeiten ein Geisterbahnhof war.

Der Weg führte uns dann entlang der ehemaligen Grenzmauer, entlang der Bernauer Straße. Dabei konnten wir Mauerreste, einen erhaltenen Wachturm und eine ehemalige Grenzanlage betrachten. Es war beeindruckend und löste bei uns große Beklemmung aus. Die Menschen in der ehemaligen DDR waren in einer Art Gefängnis eingesperrt.
Unser Reiseführer erzählte von verschiedenen Einzelschicksalen, von Menschen die auf unterschiedliche Weise versucht haben aus der DDR zu flüchten. Manche hatten Fluchttunnel gebaut und konnten erfolgreich nach Westberlin gelangen.
Anderen ist die Flucht leider nicht gelungen, manche wurden sogar erschossen. Die Flucht aus der DDR war in den Augen der Staatsführung ein Verbrechen. Eine Fotowand mit den Opfern dokumentiert diese Schicksale.

In der Mittagspause hatten wir etwas Zeit diese Berichte zu verdauen. Wir waren nun im Stadtteil Prenzlauer Berg gelandet und konnten in dieses besondere Viertel eintauchen. Kein Wunder, dass dieser Stadtteil so beliebt ist. Hier ist die Berliner Szene unterwegs. Am Nachmittag besuchten wir dann die Ausstellung „Alltag in der DDR“ in der Kulturbrauerei. Hier wurde gezeigt, wie die Arbeitswelt organisiert war, so z.B. die Einteilung der Beschäftigten in „Brigaden“, die miteinander im Wettbewerb standen oder auch die Möglichkeiten, die Ferien an der Ostsee mit einem Trabi und dem Zelt auf dem Dach zu verbringen.

An unserem letzten Abend schauten wir noch gemeinsam auf diese Woche zurück. Jede Schülerin hatte die Gelegenheit ihren persönlichen Höhepunkt in dieser Berlin Woche zu benennen. Danach spielten wir alle gemeinsam Aktivity. Es sind zwei Gruppen gegeneinander angetreten, man musste Wörter entweder durch Pantomime darstellen oder erklären. Besonders gut hat uns gefallen, dass auch Frau Sotriffer-Kolb und Frau Geers mitgespielt haben. Wir hatten viel Spaß dabei und haben viel gelacht.

Tag 5- Gedenkstätte Hohenschönhausen und Heimfahrt
Heute war leider unser letzter Tag gekommen, heute fuhren wir wieder nach Hause.
Zuvor besuchten wir aber, nachdem wir unsere Unterkunft ordentlich verlassen hatten und nach einem Abschiedsfoto, mit gepackten Koffern die Gedenkstätte Hohenschönhausen, einem ehemaligen DDR Gefängnis.

Die Hinfahrt war ein richtiges Abenteuer und dauerte über eine Stunde. Berlin ist einfach viel größer als Freiburg. Wir mussten mehrmals umsteigen und erreichten schließlich, nach kleinen Pannen, die Gedenkstätte.
Dort wurden wir im Schnelldurchlauf durch die Gedenkstätte geführt. Wir konnten mit eigenen Augen sehen, wie dieses Gefängnis direkt nach dem Krieg von den Sowjets genutzt wurde. So waren z.B. 14 Häftlinge in einem kleinen Raum mit nur drei kleinen Belüftungslöchern eingesperrt. Sie konnten nur auf einer Holzpritsche ohne Matratze schlafen. Zu Essen gab es viel zu wenig und die Häftlinge mussten z.T. monatelang in der selben Kleidung ausharren, durften sich höchstens alle 14 Tage waschen. Die Toilette war eine etwas größere Blechdose. In der DDR Zeit verbesserte sich zwar die Situation für die Häftlinge. Dennoch blieb das Unrecht über die Gründe für die Inhaftierung. Sie hatten sich z.B. nur negativ über den DDR Staat geäußert oder wurden bei einem Fluchtversuch ertappt. Dies reichte aus, um für mehrere Jahre im Gefängnis zu verschwinden.

Nach einer viel zu kurzen Zeit in dieser Gedenkstätte fuhren wir zum letzten Mal mit Bus und S Bahn durch Berlin zum Hauptbahnhof. Dort konnten wir uns noch mit Essen für die Fahrt eindecken und starteten pünktlich in Berlin mit dem ICE in Richtung Heimat. Diesmal mussten wir einmal umsteigen und zwar in Frankfurt. Der Anschlusszug hatte eine halbe Stunde Verspätung, sodass wir letztendlich gegen 23 Uhr in Freiburg eintrafen.
Einige Schülerinnen wurden von ihren Eltern erwartet und fuhren nun müde nach Hause.

Es war eine sehr schöne, interessante Klassenfahrt. Wir sind sehr froh, dass sie möglich war. Einen herzlichen Dank an Frau Geers und Frau Sotriffer-Kolb für die super Organisation und Begleitung. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.


Fr, 14.01.2022
Infoabend EG/SG 19.00 Uhr Sporthalle
Fr, 04.02.2022
Tag der offenen Tür
Di, 08.02.2022
Infoabend Mädchenrealschule 18.00 Uhr Sporthalle
Do, 10.02.2022
bis Fr, 11.02.2022

MRS 9 Projektprüfung
Mo, 14.02.2022
bis Di, 15.02.2022

Anmeldegespräche für die Mädchenrealschule nach telefonischer Voranmeldung
Di, 22.02.2022
bis Mi, 23.02.2022

J 2 Kommunikationsprüfungen Englisch
Mo, 07.03.2022
bis Fr, 18.03.2022

Compassion Eingangsklassen E-1, E-2, E-3
Di, 08.03.2022
bis Mi, 09.03.2022

Realschulabschlussprüfung - Kommunikationsprüfung Englisch-